Turniere & Ergebnisse (Archiv)

JGS-Schachschüler/innen starten in Lauterbach

Schachschüler / innen der JGS erfolgreich in Lauterbach

Elf Schüler/innen der JGS machten sich am Samstag, den 3. November, auf den Weg, um an der ersten Station der 14. Osthessischen Schulschach-Rallye in Lauterbach teilzunehmen. Dabei traten sie in verschiedenen Wertungsklassen in jeweils sieben Runden mit 20 Minuten Bedenkzeit gegen Altersgenossen zahlreicher anderer Schulen und Vereine an.

Am stärksten vertreten waren die JGSler in der WK III (13-14 Jährige). In dieser Gruppe erreichte Ognjen Vokic (G8b) mit 5 Punkten den 2. Platz. Einen guten Tag erwischte auch Jan Merold (R8a), der mit 4 Punkten noch vor Maurice Siepl (G8b) auf dem 4. Platz landete.

Ebenfalls eine Silbermedaille erspielte sich Dominik Jentsch (E1), der in der WK II (über 14Jährige) 4,5 Punkte holte. In dieser Wettkampfgruppe nahm Katharina Merold (R10a) den Pokal für das erfolgreichste Mädchen mit nach Hause.

In dem mit 30 Teilnehmern zahlenmäßig am stärksten besetzten Feld der WK IV (11-12 Jährige) verbuchte Quentin Penner nach vier Siegen ebenfalls ein positives Punktekonto und landete auf Rang 13.

In der Schulwertung belegt die JGS Rotenburg mit insgesamt 37 Punkten hinter der Gesamtschule Obersberg Bad Hersfeld (41,5) und vor der Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach (31) sowie der Gesamtschule Schenklengsfeld (26) bisher den zweiten Platz. Fortgesetzt wird die Osthessische Schulschach-Rallye am 26. Januar in Bad Hersfeld und am 16. März in Schenklengsfeld.

Die Schachuhren ticken wieder

Die Schachkinder der Förderstufe freuen sich auf spannende Schachpartien

Das neue Schuljahr ist bereits über zwei Wochen alt.

In dieser Woche haben nun auch die Ganztagsangebote begonnen, so auch die Schach AGs. Auch in diesem Jahr freuen wir uns über eine Vielzahl an Schüler/innen, die sich für das Schachspiel interessieren.

Schachspieler traten in Sotschi an

Das leise Ticken der Uhr

Titelkampf in Russland: Rotenburger Schachspieler traten in Sotschi an

ROTENBURG. Fünf Schüler räumen mit dem gängigen Klischee über Schachspieler auf: unsportlich, mathe- und computerverliebt? Nicht in Rotenburg. Die Schachspieler der Jakob-Grimm-Schule (JGS) haben der deutschen Nationalmannschaft etwas voraus: Sie haben schon erfolgreich an einem Turnier im russischen Sotschi teilgenommen. Ein internationales Schulschachturnier, bei dem am Rande auch gekickt wurde.

Die fünf Siebtklässler – vier Schüler und eine Schülerin – besuchen die Schach-AG der JGS. Den meisten ist das Schachbrett aus dem Elternhaus vertraut, wo der Vater und der große Bruder schon mit ihnen gespielt haben. Den fünf Jugendlichen gefällt es, sich ganz in das Spiel zu vertiefen, an der Taktik zu feilen, den Gegner zu analysieren.

„Man muss Konzentration und Geduld mitbringen“, sagt Ognjen Vokic, den die Anderen als besonders guten Spieler schätzen.

In der wöchentlichen Schach-AG spielen die Schüler gegeneinander, befassen sich aber auch mit der Theorie. Ihr gutes Abschneiden bei Turnieren in Deutschland mag ein Grund dafür sein, dass die Rotenburger von einer Kommission für die Teilnahme an den Wettkämpfen in Sotschi ausgewählt wurden. Über Istanbul flogen die Rotenburger nach Russland und lieferten sich dort Wettkämpfe mit Spielern aus knapp einhundert Teams, die meisten davon aus Russland. In einem großen Saal traten jeden Tag insgesamt 400 Spieler gleichzeitig gegeneinander an.

Streng seien die Organisatoren gewesen, berichten die Kinder, und mucksmäuschenstill sei es im Saal gewesen. Nur leise habe man immer wieder das Klicken der Uhren gehört. Hinterher analysierten Dr. Uwe Brehm und Betreuerin Carolin Schlein mit den Spielern die Partien. Die meisten gegnerischen Teams waren zu stark: Rotenburg landete als deutscher Vertreter auf Rang 85. Im parallel stattfindenden Fußballturnier waren die Rotenburger dagegen erfolgreicher – und scheiterten erst im Finale an einem russischen Team.

In Russland habe das Schachspiel auch deshalb einen hohen Stellenwert, weil es die Konzentration fördert, sagt Dr. Uwe Brehm, der die AG leitet. Im südamerikanischen Französisch-Guyana stehe Schach sogar auf dem Lehrplan: So sollen logisches Denken und die Fähigkeit, die Zukunft zu planen, gefördert werden.

Hessische Niedersächsische Allgemeine, 26.06.2018