Turniere & Ergebnisse (Archiv)

JGS-Schachschüler nahmen an der Mannschafts-Europameisterschaft teil

Am 21. November nahm die Schachmannschaft der Jakob-Grimm-Schule Rotenburg zum ersten Mal an der von der Europäischen Schachunion organisierten Europameisterschaft für Schulmannschaften teil. Bei diesem im Internet über sieben Runden ausgetragenen Turnier mit einer Bedenkzeit von zehn Minuten plus drei Sekunden pro Zug gehören zu einem Team zwei Jungen und zwei Mädchen. Für die JGS gingen Ognjen Vokic, Georg Köthe (beide G8) und Katharina Merold (R10) sowie Medine Koc und Sargun Bath (beide G6, die sich abwechselten) an die virtuellen Bretter. Angesichts der starken osteuropäischen Konkurrenz bestand das Ziel der JGS-Mannschaft neben der Teilnahme an sich lediglich darin, Erfahrungen zu sammeln und möglichst ein Spiel zu gewinnen.

In der ersten Runde trafen die Jakob-Grimm-Schüler gleich auf das Lyceum am Leninhügel Moskau. Georg konnte seine Partie lange ausgeglichen gestalten, am Ende gingen aber alle vier Spiele verloren. Nach einer weiteren Niederlage gegen das Gymnasium Riga aus Lettland landeten die Rotenburger ihren ersten Mannschaftssieg gegen eine Schule aus Medias in Rumänien. Anschließend verloren die JGSler gegen eine Schule aus Podgorica (Montenegro), bevor sie gegen das Lyceum Miguel des Cervantes aus Chisinau (Modawien) noch einmal glatt an allen vier Brettern gewannen. In der letzten Runde mussten Ognjen, Georg, Katharina und Sargun gegen den Tabellenführer, das Gymnasium Nr. 2 aus St. Petersburg, antreten. Dabei ließen die St. Petersburger nichts anbrennen und sicherten sich den Europameistertitel. Die Rotenburger landeten schließlich auf dem zehnten  Platz unter den 13 Teams aus sieben Nationen.

JGS aktiv beim hessischen Schulschachpokal

Schachschüler / innen der JGS und der ASS beim hessischen Schulschachpokal

Am 7. November trafen sich Hunderte hessischer Schachschüler in der Waldhessenhalle Bad Hersfeld, um in verschiedenen Wettkampfgruppen in Viererteams  über sieben Runden bei je 15 Minuten Bedenkzeit die hessischen Pokalsieger auszuspielen. Von der JGS Rotenburg nahmen fast alle Schüler der beiden Schach-AGs teil. So stellte sie mit sieben Teams eines der größten Kontingente.

Einen Platz auf dem Siegertreppchen hatte das erste Team der WK III (13-14 Jahre) angepeilt, musste sich aber mit 9 Mannschafts- und 16,5 Brettpunkten am Ende mit Platz 5 unter den 24 Schulen dieser Altersklasse begnügen. Gut in Form zeigte sich das zweite Team der WK III mit 7 Mannschaftspunkten. Die Turnierneulinge der dritten Mannschaft brachten es  immerhin auf 4 Mannschaftspunkte.

Für die drei Mannschaften der WK IV ging es primär darum, Aufbauarbeit zu leisten, nahmen diese Schüler doch überwiegend zum ersten Mal an einem überregionalen Schachturnier teil. Die Freude beim Spielen ließ sich aus ihren Gesichtern ablesen. Ihre Leistungen konnten sich mit zweimal 6 und einmal 3 Mannschaftspunkten schon sehen lassen.

Überwiegend Neulinge starteten auch für die Mädchenmannschaft der JGS. Katharina, Sargun, Medine und Hannah gingen konzentriert zur Sache. Ihnen machte das Schachspielen nicht nur Spaß, sie waren auch mit ihren Leistungen zufrieden, konnten sie doch zwei Mannschaftsspiele gewinnen und in ihrer Alterskategorie sogar den Pokal für den dritten Platz mit nach Hause nehmen. 

In der Gesamtwertung aller Schulen landete die JGS Rotenburg hinter dem Grimmelshausen Gymnasium Gelnhausen, der Gesamtschule Obersberg Bad Hersfeld und der Leibnizschule Offenbach auf dem vierten Platz.

Erstmals am Hessischen Schulschachpokal teil nahm auch ein Team der Rotenburger Grundschule, deren Teilnehmer sich aus der dort von Herrn Hofmann geleiteten AG rekrutierten. Die Albert-Schweitzer-Schüler waren mit großer Begeisterung dabei. Am Ende hatten sie nach drei Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen sogar deutlich mehr Mannschaftspunkte auf dem Konto als vorher erwartet.

Alle Ergebnisse des HSSP finden Sie unter http://hessische-schachjugend.de/hessischer-schulschachpokal-2018/.

JGS-Schachschüler/innen starten in Lauterbach

Schachschüler / innen der JGS erfolgreich in Lauterbach

Elf Schüler/innen der JGS machten sich am Samstag, den 3. November, auf den Weg, um an der ersten Station der 14. Osthessischen Schulschach-Rallye in Lauterbach teilzunehmen. Dabei traten sie in verschiedenen Wertungsklassen in jeweils sieben Runden mit 20 Minuten Bedenkzeit gegen Altersgenossen zahlreicher anderer Schulen und Vereine an.

Am stärksten vertreten waren die JGSler in der WK III (13-14 Jährige). In dieser Gruppe erreichte Ognjen Vokic (G8b) mit 5 Punkten den 2. Platz. Einen guten Tag erwischte auch Jan Merold (R8a), der mit 4 Punkten noch vor Maurice Siepl (G8b) auf dem 4. Platz landete.

Ebenfalls eine Silbermedaille erspielte sich Dominik Jentsch (E1), der in der WK II (über 14Jährige) 4,5 Punkte holte. In dieser Wettkampfgruppe nahm Katharina Merold (R10a) den Pokal für das erfolgreichste Mädchen mit nach Hause.

In dem mit 30 Teilnehmern zahlenmäßig am stärksten besetzten Feld der WK IV (11-12 Jährige) verbuchte Quentin Penner nach vier Siegen ebenfalls ein positives Punktekonto und landete auf Rang 13.

In der Schulwertung belegt die JGS Rotenburg mit insgesamt 37 Punkten hinter der Gesamtschule Obersberg Bad Hersfeld (41,5) und vor der Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach (31) sowie der Gesamtschule Schenklengsfeld (26) bisher den zweiten Platz. Fortgesetzt wird die Osthessische Schulschach-Rallye am 26. Januar in Bad Hersfeld und am 16. März in Schenklengsfeld.

Die Schachuhren ticken wieder

Die Schachkinder der Förderstufe freuen sich auf spannende Schachpartien

Das neue Schuljahr ist bereits über zwei Wochen alt.

In dieser Woche haben nun auch die Ganztagsangebote begonnen, so auch die Schach AGs. Auch in diesem Jahr freuen wir uns über eine Vielzahl an Schüler/innen, die sich für das Schachspiel interessieren.

Schachspieler traten in Sotschi an

Das leise Ticken der Uhr

Titelkampf in Russland: Rotenburger Schachspieler traten in Sotschi an

ROTENBURG. Fünf Schüler räumen mit dem gängigen Klischee über Schachspieler auf: unsportlich, mathe- und computerverliebt? Nicht in Rotenburg. Die Schachspieler der Jakob-Grimm-Schule (JGS) haben der deutschen Nationalmannschaft etwas voraus: Sie haben schon erfolgreich an einem Turnier im russischen Sotschi teilgenommen. Ein internationales Schulschachturnier, bei dem am Rande auch gekickt wurde.

Die fünf Siebtklässler – vier Schüler und eine Schülerin – besuchen die Schach-AG der JGS. Den meisten ist das Schachbrett aus dem Elternhaus vertraut, wo der Vater und der große Bruder schon mit ihnen gespielt haben. Den fünf Jugendlichen gefällt es, sich ganz in das Spiel zu vertiefen, an der Taktik zu feilen, den Gegner zu analysieren.

„Man muss Konzentration und Geduld mitbringen“, sagt Ognjen Vokic, den die Anderen als besonders guten Spieler schätzen.

In der wöchentlichen Schach-AG spielen die Schüler gegeneinander, befassen sich aber auch mit der Theorie. Ihr gutes Abschneiden bei Turnieren in Deutschland mag ein Grund dafür sein, dass die Rotenburger von einer Kommission für die Teilnahme an den Wettkämpfen in Sotschi ausgewählt wurden. Über Istanbul flogen die Rotenburger nach Russland und lieferten sich dort Wettkämpfe mit Spielern aus knapp einhundert Teams, die meisten davon aus Russland. In einem großen Saal traten jeden Tag insgesamt 400 Spieler gleichzeitig gegeneinander an.

Streng seien die Organisatoren gewesen, berichten die Kinder, und mucksmäuschenstill sei es im Saal gewesen. Nur leise habe man immer wieder das Klicken der Uhren gehört. Hinterher analysierten Dr. Uwe Brehm und Betreuerin Carolin Schlein mit den Spielern die Partien. Die meisten gegnerischen Teams waren zu stark: Rotenburg landete als deutscher Vertreter auf Rang 85. Im parallel stattfindenden Fußballturnier waren die Rotenburger dagegen erfolgreicher – und scheiterten erst im Finale an einem russischen Team.

In Russland habe das Schachspiel auch deshalb einen hohen Stellenwert, weil es die Konzentration fördert, sagt Dr. Uwe Brehm, der die AG leitet. Im südamerikanischen Französisch-Guyana stehe Schach sogar auf dem Lehrplan: So sollen logisches Denken und die Fähigkeit, die Zukunft zu planen, gefördert werden.

Hessische Niedersächsische Allgemeine, 26.06.2018