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Deutsche Meisterschaft im Schulschach
Wertungsklasse HR
Osnabrück, 01.05. – 03.05.2026
Three in a row – die Haupt- und Realschulmannschaft der Jakob-Grimm-Schule (JGS) startet zum dritten Mal in Folge in Osnabrück bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft. Nach den Plätzen 6 und 5 wollten die fünf Jungen auch bei dieser Auflage möglichst weit vorne angreifen. Daniil Shuliakivskiy, Ilia Matvieiev, Jonathan Funk, Silas Völkerling und Andrei-Bogdan Rusu haben sich als Ziel gesetzt, die guten Platzierungen der vergangenen zwei Jahre noch zu toppen.
Um dem Ziel näher zu kommen, war ein guter Start am ersten Tag des Turnieres wichtig, um die spürbare Nervosität ein wenig ablegen zu können. Im ersten Meisterschaftsspiel trafen sie auf die Schüler der Berliner Schule an der Jungfernheide. Am stärksten Brett zeichnete sich relativ schnell ab, dass Daniil seinem Gegner Widerstand leisten, aber die Niederlage nicht abwenden konnte. Auch Jonathan musste seinen Ungenauigkeiten im Spiel Tribut zollen und verlor seine Partie, sodass Andrei und Ilia ihre Spiele gewinnen mussten, um nicht mit einer Niederlage in das Turnier zu starten. Während Andrei seine Partie souverän für sich entscheiden konnte, gelang es Ilia den gegnerischen König von Zug zu Zug immer weiter in die Enge zu treiben, bis ihm keine Ausweichmöglichkeit mehr blieb. Ilia spielte seine Begegnung sehr stark bis er sich mit einem Matt belohnte. So erreichte die Mannschaft im ersten Spiel noch ein 2 : 2 Unentschieden und somit den ersten Mannschaftspunkt.
Im zweiten Spiel trafen die JGS-Schüler auf die Oberschule Wagenfeld aus Niedersachsen. Während sich Daniil erneut am Spitzenbrett geschlagen geben musste, gewannen Ilia, Silas und Andrei ihre Partien souverän, sodass die Mannschaftspunkte zwei und drei eingefahren werden konnten.
Im anschließenden Aufeinandertreffen gegen die erste Mannschaft der Schillerschule Bretten aus Baden-Württemberg gingen Daniil und Co. als Außenseiter in das Spiel. Bretten landete bereits im letzten Aufeinandertreffen vor einem Jahr einen Platz vor der JGS und ging mit einer ähnlichen Besetzung in die Meisterschaftsrunde, sodass allen Spielern die Schwere der Aufgabe bekannt war. Nach verheißungsvollem Start entwickelten sich an den Brettern eins bis drei lange Zeit ausgeglichene Spiele. Am vierten Brett gewann Andrei bereits nach wenigen Zügen auch sein drittes Spiel. Jonathan, Ilia und Daniil dagegen nutzten ihre auf dreißig Minuten festgelegte Spielzeit fast vollständig aus. Sie mussten sich aber allesamt nach hartem Kampf um ihre Stellungen dem favorisierten Team aus Bretten geschlagen geben.
Im letzten Spiel des ersten Turniertages war der Gegner die 2. Oberschule Am Schacht aus Sachsen. Während Ilia sein Spiel souverän gestalten und gewinnen konnte, blieben Silas, Jonathan und Daniil hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück und mussten sich ihren Gegner jeweils geschlagen geben, sodass die Punkteausbeute mit drei Punkten am ersten Spieltag noch ausbaufähig war. Da das Teilnehmerfeld insgesamt ausgeglichen war, blieb die Hoffnung auf eine gute Platzierung weiterhin bestehen.
Mit Platz 13 und lediglich drei Punkten Rückstand auf Platz 2 ging es am zweiten Meisterschaftstag zunächst gegen die Freiherr-vom-Stein-Realschule Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen). Das Ziel für diesen Spieltag war eine klare Leistungssteigerung zu der vorherigen Runde. Im Spiel gegen Düsseldorf gelang es allen eingesetzten Spielern, ihre Figuren früh auf wichtige Felder zu entwickeln, sodass Stellungsvorteile daraus erwachsen sind. Andrei konnte so bereits nach wenigen Zügen gewinnen, während seine Mitstreiter im weiteren Spielverlauf immer mehr gegnerischen Figuren vom Feld nehmen konnten. Düsseldorf konnte letztlich souverän mit 4 : 0 Punkten geschlagen werden.
In der sechsten Runde wartete mit der Oberschule Verdener Campus, eine weitere Mannschaft aus dem Gastgeberbundesland Niedersachsen. Jonathan gelang es in seinem Spiel früh Akzente zu setzen. Nachdem fast alle Figuren abgetauscht waren, nutzte er seine erspielten Vorteile im Bauernendspiel und gewann seine Partie. Auch Ilia konnte seinem Mitspieler früh einen zweiten Sieg folgen lassen. Andrei und Daniil mussten dagegen etwas mehr Widerstand brechen. Nachdem Andrei auch sein Spiel für sich entscheiden konnte, erkämpfte sich Daniil ein Remis, sodass die Oberschule mit 3,5 : 0,5 Punkten besiegt werden konnte.
In Runde sieben trafen Daniil, Ilia, Jonathan und Andrei auf den amtierenden und verlustpunktfreien Deutschen Schulschachmeister aus Hasbergen (Niedersachsen). Das vermeintlich schwerste Meisterschaftsspiel endete ohne Punkte für die Schüler der JGS, aber vor allem Jonathan und Daniil stemmten sich vehement gegen ihre Niederlagen. Daniil bot gegen den Spitzenspieler aller Turnierteilnehmer lange Zeit eine außergewöhnlich gute Gegenwehr, konnte das Matt aber ebenso wenig verhindern, wie Jonathan seine Niederlage gegen die Nummer Drei aus Hasbergen.
Nach der Niederlage galt es schnell wieder den Kopf frei zu bekommen, denn das formulierte Turnierziel war nach den zwei Tagessiegen zuvor wieder in Reichweite und so sollte im abschließenden Spiel des zweiten Wettkampftages wieder ein Sieg eingefahren werden. Gegen die Zweitvertretung von Bretten konnte aber einzig Daniil seine Partie gewinnen, sodass, wie am Tag zuvor, die letzten beiden Spiele leider verloren gingen.
Somit ging es als Tabellenelfter in die neunte und letzte Meisterschaftsrunde. Gegen die Oberschule im Lossetal (Sachsen) wollten die Jungen noch einmal zwei Punkte einfahren, um die Chance auf eine Top-Ten-Platzierung zu wahren. Andrei erspielte sich bereits nach wenige Zügen leichte Vorteile, die er aber im weiteren Spielverlauf wieder einbüßte. Dennoch gelang es ihm, seinen Gegner matt zu setzen und den ersten Punkt für die JGS einzufahren. Silas nutzte fast zeitgleich einen Fehler seines Gegenspielers gnadenlos aus und provozierte somit die Aufgabe durch seinen Widersacher. Nachdem auch Daniil am Spitzenbrett sein Spiel gewinnen konnte, viel die Niederlage von Ilia nicht mehr ins Gewicht. Die Jakob-Grimm-Schule gewann das Abschlussspiel somit mit 3 zu 1 Punkten.
Nach drei spannenden Turniertagen mit vielen Höhen, aber auch Tiefschlägen, durften sich die fünf Jungen bei der Siegerehrung lautstark beklatschen lassen, als sie, mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, die Urkunden und Medaillen für den zehnten Platz entgegennahmen. Das selbstgesteckte Ziel konnte zwar nicht erreicht werden, aber letztlich überwog der Stolz auf das Erreichte, nämlich die dritte aufeinander folgende Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Schulschach und eine beachtenswerte Platzierung. Verlustpunktfreier Deutscher Schulschachmeister wurde die Schule Am Roten Berg Hasbergen aus Niedersachsen.
JGS qualifiziert sich für die Deutschen Meisterschaften im Schulschach
In Karben fanden am 11.02.2026 die Hessenmeisterschaften im Schulschach für die Wertungsklassen IV und HR statt. Zwei Mannschaften gingen in der Wertungsklasse IV an den Start, in der Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 gegeneinander antraten. Weitere zwei JGS-Teams maßen sich in der Wettkampfklasse HR, die sich aus Schülerinnen und Schülern des Haupt- und Realschulzweiges zusammensetzten.
Die Meisterschaften der WK IV eröffneten beide Mannschaften im direkten Duell gegeneinander. Erwartungsgemäß konnte sich die erste Mannschaft mit 3 zu 1 Siegen durchsetzen. Davon ließ sich die zweite Mannschaft aber nicht entmutigen. Im zweiten Spiel erkämpften sich Noah Peter, Luke Heußner, Leon Nündel und Gulnaaz Singh ein Unentschieden gegen die zweite Mannschaft der St. Lioba-Schule aus Bad Nauheim. Im weiteren Turnierverlauf folgten weitere Erfolgserlebnisse. So gelangen Siege gegen die Luise-Büchner-Schule Groß-Gerau und die zweite Mannschaft des AEG Maintal. Letztlich reichte diese Bilanz zu einem neunzehnten Platz. Die erste Mannschaft konnte ihren starken Turnierstart im zweiten und dritten Spiel bestätigen. Nach einem 2 zu 2 Unentschieden gegen die erste Mannschaft der St. Lioba-Schule und einem 3 zu 1-Sieg gegen die Albert-Schweitzer-Schule Kassel richteten Jonathan Gao, Matheo Michaelis, Ashley Groß und Linus Heußner ihre Blicke Richtung Spitzenplatzierung. Die erste Mannschaft der Lichtenbergschule Darmstadt war dann aber eine Nummer zu groß. Der spätere Hessenmeister konnte vom Team der JGS nicht bezwungen werden und es gab eine deutliche 0 zu 4 Niederlage. Es folgten ein Unentschieden, ein Sieg und eine Niederlage im abschließenden Meisterschaftsspiel. Mit 8 zu 6 Mannschaftspunkten errang die erste Mannschaft einen erfreulichen siebten Platz.
Noch erfolgreicher für die JGS verliefen die Turnierspiele der WK HR. Beide Mannschaften zeigten sehr gute und souveräne Schachpartien, sodass nicht nur die Hessenmeisterschaft für die erste Mannschaft der JGS, sondern auch die Vizemeisterschaft für die zweite Mannschaft erspielt werden konnten. Andrei Rusu, Jasmin Kang Kaur, Tasveer Kaur und Lara Saygili traten für die zweite Mannschaft an. Sie mussten sich ausschließlich ihren Mitschülern der eigenen Schule geschlagen geben. Den Vizemeistertitel erspielte sich das Team durch ein bemerkenswertes 2 zu 2 gegen die erste Mannschaft der Goldbachschule Frohnhausen. Da alle weiteren Spiele souverän gewonnen werden konnten, sprang am Ende der zweite Platz heraus. Daniil Shuliakivskiy, Samuel Haritonov, Jonathan Funk und Silas Völkerling eilten im Turnierverlauf von Sieg zu Sieg und verdienten sich den Hessenmeistertitel verlustpunktfrei. Die Goldbachschule Frohnhausen stellte sich an diesem Tag als härtester Widersacher heraus. Während Daniil und Samuel ihre gegnerischen Könige geschickt in die Enge treiben und Matt setzen konnten, musste sich Jonathan seinem Gegenspieler geschlagen geben, sodass die Partie von Silas Völkerling den Ausschlag geben musste. Silas bewegte seine Figuren im Endspiel sehr geschickt und zwang den gegnerischen König in eine Pattsituation, die dem Team den Sieg bescherte. In den weiteren drei Partien spielten alle vier Spieler ihre Erfahrung von den vergangenen Turnieren aus, so dass sie verdient mit 10 zu 0 Mannschaftspunkten die Hessenmeisterschaft feierten. Damit qualifizierte sich die erste Mannschaft der Jakob-Grimm-Schule für die Deutsche Meisterschaft im Mai in Osnabrück.
Schach Schulmeisterschaft 2026
Jahrgangsstufen 5/6
Das Schachinteresse an der JGS bleibt weiterhin groß. Am 19. Januar 2026 fand an der Förderstufe die Schach Schulmeisterschaft für die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe statt. 85 Kinder traten in drei Wettkampfklassen gegeneinander an und versuchten die Könige ihres Gegenübers in eine ausweglose Situation zu treiben. Die Schulmeisterinnen und -meister wurden unter den Mädchen, unter den turniererfahrenen Jungen und unter den Jungen, die dem Schachspiel bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt, also erst wenige Schacherfahrungen gesammelt haben, ausgespielt.
Unter den Schachanfängern entwickelte sich ein Dreikampf um den Siegerpokal. Jonas Opel, Benjamin Barth und Theo Foerster ließen ihren Gegenspielern in den ersten drei Runden keine Chance, bevor das erste Aufeinandertreffen der Turnierfavoriten anstand. In der vierten Runde trafen Jonas und Benjamin im direkten Duell aufeinander. Benjamin setzte seinen Kontrahenten geschickt matt und erspielte sich ein weiteres Spitzenspiel in Runde fünf. Nachdem Theo auch sein viertes Spiel für sich entscheiden konnte, kam es in der fünften Runde zum Aufeinandertreffen dieser beiden Schachspieler. Benjamin setzte sich auch hier durch und ließ sich den Triumph in der sechsten Runde nicht mehr nehmen. Da auch Jonas und Theo alle weiteren Spiele gewannen, setzte sich Benjamin schlussendlich gegen Jonas und Theo durch und durfte am Ende des Turniertages den Siegerpokal in Empfang nehmen.
An den Schulmeisterschaften der Mädchen nahmen 26 Schülerinnen teil. Als Favoritin ging Ashley-Colleen Groß in das Turnier. Ashley spielt bereits seit vielen Jahren Schach und aufgrund ihrer reichlich erworbenen Turniererfahrung, sollte sie ihren Kontrahentinnen spielerisch überlegen sein. Sie zeigte ihr Können in allen Spielen. So bissen sich unter anderem Gulnaaz Kaur-Singh, Alina Dorogokuplya und Liona Temole ihre Zähne an Ashleys taktischen Manövern aus. Souverän mit sechs Siegen gewann sie vor Gulnaaz und Alina das Mädchenturnier und kürte sich zur Schulmeisterin.
In der Wettkampfgruppe der Fortgeschrittenen blieb der Turnierverlauf bis in die letzte Spielrunde spannend und offen. So konnten Matheo Michaelis im Duell mit Chenzhuo Gao und Luke Heußner in der Auseinandersetzung mit Luca Luft nach dem Siegerpokal greifen, wenn die parallele Partie günstig endete. Spannung war somit gegeben. Luca konnte seine Figuren in seinem Spiel gegen Luke geschickter über das Schachfeld bewegen, sodass er sein Punktekonto weiter aufstocken konnte. Nun lag es an Chenzhuo, sein Spiel gegen Matheo zu gewinnen, um verlustpunktfrei die Meisterschaft als Sieger zu beenden. Er war bereits als klarer Favorit auf den Siegerpokal in das Turnier gestartet und sollte auch in seinem Abschlussspiel dieser Favoritenrolle gerecht werden. Nachdem Chenzhuo auch gegen Matheo gewann, durfte er sich zum verdienten Schulmeister küren lassen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Luca Luft und Noah Peter, der sich durch einen Sieg im letzten Spiel noch um einige Plätze im Tableau nach vorne schieben konnte.