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JGS-Team erneut Hessenpokalsieger im Schach
Hessischer Schulschachpokal 2026
Donnerstag, 29. Oktober 2026
Traditionell starteten wir am 29. Oktober 2026 in die Schulschachsaison mit dem Hessischen Schulschachpokal, erneut ausgetragen in Karben. 32 Schülerinnen und Schüler begleiteten Herr Brehm, Herr Steinbach und Herr Hofmann auf eine abenteuerliche Zugfahrt nach Frankfurt und von dort weiter nach Karben. Aufgrund verschiedener Zugverspätungen mussten leider drei der sieben Mannschaften die erste Runde abschenken. Die zwei Mädchenmannschaften und die zwei Mannschaften der Haupt- und Realschüler durften immerhin je gegeneinander antreten und so gingen die Punkte nicht kampflos verloren, sondern wurden untereinander ausgespielt.
In die zweite Runde starteten anschließend alle sieben Mannschaften in fünf Wertungsklassen (WK). Edward Sterpan, Nathan Sperling, Elias Häde, Ivan Mariichenko und Emil Berndt traten in der WK IV (bis 12 Jahre) an. Für alle fünf Jungen war es die erste Turnierteilnahme überhaupt. Folglich war die Vorfreude besonders groß. Sie schlugen sich sehr beachtlich. Angeführt von Edward am Spitzenbrett besiegten sie die zweite Mannschaft der ADS Weiterstadt mit 3,5 zu 0,5 und die sechste Mannschaft der BNS Königstein mit 2,5 zu 1,5. Mit insgesamt 4:6 Mannschaftspunkten belegten sie den 31. Platz unter 50 Teams, über den die Jungen sehr zufrieden sein können.
In der WK III (bis 14 Jahre) spielten Jonathan Gao, Leon Nündel, Lasse Kilian, Luis Brandau und Philip Weiz. Jonathan führte sein Team ohne Niederlage zu insgesamt fünf Mannschaftspunkten und einem 15. Platz. In der WK O (Oberstufe) traten Maximilian Adam, Samuel Bauer, Andrej Shevchuk, Daniil Shuliakivskyi und Jakob Klassen an. Bedingt durch die Verspätung war ein Turniersieg bereits früh außer Reichweite, auch wenn sich die Jungen hoffnungsvoll auf die Reise nach Karben gemacht hatten. In den Spielen zwei bis vier sprangen jeweils Unentschieden heraus. Das letzte Spiel konnte mit 3,5 zu 0,5 gewonnen werden, sodass der 11. Platz erreicht werden konnte.
Erfreuliche Ergebnisse erspielten sich die beiden Mädchen- und die beiden Haupt- und Realschulmannschaften. Die erste Mädchenmannschaft verlor ausschließlich gegen das Kaiserin-Freidrich-Gymnasium Bad Homburg und besiegte alle anderen hessischen Kontrahenten, auf die sie trafen, souverän. Somit sicherten sich Chen Fan Gao, Ashley-Colleen Groß, Jasmin Kang Kaur und Lara Saygili den Vizemeistertitel. Alina Dorogokuplja, Belen Arslan-Moreno, Tasveer Kaur, Gulnaaz Kaur und Zehra Kaplan verkauften sich ebenfalls sehr stark. Sie verloren einzig gegen die Erstvertretung der JGS und gegen den späteren Turniersieger, sodass ein erfreulicher 6. Platz herauskam.
Die Ergebnisse der Mädchen konnten einzig die HR-Teams der JGS toppen. In dieser Wertungsklasse ging es sehr eng zu. Die zweite Mannschaft erreichte einen bemerkenswerten fünften Platz, punktgleich mit dem Drittplatzierten. Einzig die Auslosung verhinderte ein noch besseres Abschneiden. Matheo Michaelis, Luke Heußner, David Tomusic und Maher Kasabali erreichten insgesamt 6:4 Punkte und freuten sich ausgiebig über ihr Abschneiden, zumal David und Maher bisher noch ohne Turniererfahrung waren. Jonathan Funk, Samuel Haritonov, Kyrylo Marinov und Marco Novakovic gelang der große Coup. Jonathan gewann am ersten Brett alle seine fünf Spiele. Auch gegen Marco konnte kein Kontrahent punkten. Da auch ihre zwei Mitstreiter stark aufspielten, gewannen sie vier Spiele bei einem Unentschieden, sodass die JGS zum vierten Mal in Folge den Hessenpokal in der WK HR gewann – herzlichen Glückwunsch!
Deutsche Meisterschaft im Schulschach
Wertungsklasse HR
Osnabrück, 01.05. – 03.05.2026
Three in a row – die Haupt- und Realschulmannschaft der Jakob-Grimm-Schule (JGS) startet zum dritten Mal in Folge in Osnabrück bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft. Nach den Plätzen 6 und 5 wollten die fünf Jungen auch bei dieser Auflage möglichst weit vorne angreifen. Daniil Shuliakivskiy, Ilia Matvieiev, Jonathan Funk, Silas Völkerling und Andrei-Bogdan Rusu haben sich als Ziel gesetzt, die guten Platzierungen der vergangenen zwei Jahre noch zu toppen.
Um dem Ziel näher zu kommen, war ein guter Start am ersten Tag des Turnieres wichtig, um die spürbare Nervosität ein wenig ablegen zu können. Im ersten Meisterschaftsspiel trafen sie auf die Schüler der Berliner Schule an der Jungfernheide. Am stärksten Brett zeichnete sich relativ schnell ab, dass Daniil seinem Gegner Widerstand leisten, aber die Niederlage nicht abwenden konnte. Auch Jonathan musste seinen Ungenauigkeiten im Spiel Tribut zollen und verlor seine Partie, sodass Andrei und Ilia ihre Spiele gewinnen mussten, um nicht mit einer Niederlage in das Turnier zu starten. Während Andrei seine Partie souverän für sich entscheiden konnte, gelang es Ilia den gegnerischen König von Zug zu Zug immer weiter in die Enge zu treiben, bis ihm keine Ausweichmöglichkeit mehr blieb. Ilia spielte seine Begegnung sehr stark bis er sich mit einem Matt belohnte. So erreichte die Mannschaft im ersten Spiel noch ein 2 : 2 Unentschieden und somit den ersten Mannschaftspunkt.
Im zweiten Spiel trafen die JGS-Schüler auf die Oberschule Wagenfeld aus Niedersachsen. Während sich Daniil erneut am Spitzenbrett geschlagen geben musste, gewannen Ilia, Silas und Andrei ihre Partien souverän, sodass die Mannschaftspunkte zwei und drei eingefahren werden konnten.
Im anschließenden Aufeinandertreffen gegen die erste Mannschaft der Schillerschule Bretten aus Baden-Württemberg gingen Daniil und Co. als Außenseiter in das Spiel. Bretten landete bereits im letzten Aufeinandertreffen vor einem Jahr einen Platz vor der JGS und ging mit einer ähnlichen Besetzung in die Meisterschaftsrunde, sodass allen Spielern die Schwere der Aufgabe bekannt war. Nach verheißungsvollem Start entwickelten sich an den Brettern eins bis drei lange Zeit ausgeglichene Spiele. Am vierten Brett gewann Andrei bereits nach wenigen Zügen auch sein drittes Spiel. Jonathan, Ilia und Daniil dagegen nutzten ihre auf dreißig Minuten festgelegte Spielzeit fast vollständig aus. Sie mussten sich aber allesamt nach hartem Kampf um ihre Stellungen dem favorisierten Team aus Bretten geschlagen geben.
Im letzten Spiel des ersten Turniertages war der Gegner die 2. Oberschule Am Schacht aus Sachsen. Während Ilia sein Spiel souverän gestalten und gewinnen konnte, blieben Silas, Jonathan und Daniil hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück und mussten sich ihren Gegner jeweils geschlagen geben, sodass die Punkteausbeute mit drei Punkten am ersten Spieltag noch ausbaufähig war. Da das Teilnehmerfeld insgesamt ausgeglichen war, blieb die Hoffnung auf eine gute Platzierung weiterhin bestehen.
Mit Platz 13 und lediglich drei Punkten Rückstand auf Platz 2 ging es am zweiten Meisterschaftstag zunächst gegen die Freiherr-vom-Stein-Realschule Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen). Das Ziel für diesen Spieltag war eine klare Leistungssteigerung zu der vorherigen Runde. Im Spiel gegen Düsseldorf gelang es allen eingesetzten Spielern, ihre Figuren früh auf wichtige Felder zu entwickeln, sodass Stellungsvorteile daraus erwachsen sind. Andrei konnte so bereits nach wenigen Zügen gewinnen, während seine Mitstreiter im weiteren Spielverlauf immer mehr gegnerischen Figuren vom Feld nehmen konnten. Düsseldorf konnte letztlich souverän mit 4 : 0 Punkten geschlagen werden.
In der sechsten Runde wartete mit der Oberschule Verdener Campus, eine weitere Mannschaft aus dem Gastgeberbundesland Niedersachsen. Jonathan gelang es in seinem Spiel früh Akzente zu setzen. Nachdem fast alle Figuren abgetauscht waren, nutzte er seine erspielten Vorteile im Bauernendspiel und gewann seine Partie. Auch Ilia konnte seinem Mitspieler früh einen zweiten Sieg folgen lassen. Andrei und Daniil mussten dagegen etwas mehr Widerstand brechen. Nachdem Andrei auch sein Spiel für sich entscheiden konnte, erkämpfte sich Daniil ein Remis, sodass die Oberschule mit 3,5 : 0,5 Punkten besiegt werden konnte.
In Runde sieben trafen Daniil, Ilia, Jonathan und Andrei auf den amtierenden und verlustpunktfreien Deutschen Schulschachmeister aus Hasbergen (Niedersachsen). Das vermeintlich schwerste Meisterschaftsspiel endete ohne Punkte für die Schüler der JGS, aber vor allem Jonathan und Daniil stemmten sich vehement gegen ihre Niederlagen. Daniil bot gegen den Spitzenspieler aller Turnierteilnehmer lange Zeit eine außergewöhnlich gute Gegenwehr, konnte das Matt aber ebenso wenig verhindern, wie Jonathan seine Niederlage gegen die Nummer Drei aus Hasbergen.
Nach der Niederlage galt es schnell wieder den Kopf frei zu bekommen, denn das formulierte Turnierziel war nach den zwei Tagessiegen zuvor wieder in Reichweite und so sollte im abschließenden Spiel des zweiten Wettkampftages wieder ein Sieg eingefahren werden. Gegen die Zweitvertretung von Bretten konnte aber einzig Daniil seine Partie gewinnen, sodass, wie am Tag zuvor, die letzten beiden Spiele leider verloren gingen.
Somit ging es als Tabellenelfter in die neunte und letzte Meisterschaftsrunde. Gegen die Oberschule im Lossetal (Sachsen) wollten die Jungen noch einmal zwei Punkte einfahren, um die Chance auf eine Top-Ten-Platzierung zu wahren. Andrei erspielte sich bereits nach wenige Zügen leichte Vorteile, die er aber im weiteren Spielverlauf wieder einbüßte. Dennoch gelang es ihm, seinen Gegner matt zu setzen und den ersten Punkt für die JGS einzufahren. Silas nutzte fast zeitgleich einen Fehler seines Gegenspielers gnadenlos aus und provozierte somit die Aufgabe durch seinen Widersacher. Nachdem auch Daniil am Spitzenbrett sein Spiel gewinnen konnte, viel die Niederlage von Ilia nicht mehr ins Gewicht. Die Jakob-Grimm-Schule gewann das Abschlussspiel somit mit 3 zu 1 Punkten.
Nach drei spannenden Turniertagen mit vielen Höhen, aber auch Tiefschlägen, durften sich die fünf Jungen bei der Siegerehrung lautstark beklatschen lassen, als sie, mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, die Urkunden und Medaillen für den zehnten Platz entgegennahmen. Das selbstgesteckte Ziel konnte zwar nicht erreicht werden, aber letztlich überwog der Stolz auf das Erreichte, nämlich die dritte aufeinander folgende Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Schulschach und eine beachtenswerte Platzierung. Verlustpunktfreier Deutscher Schulschachmeister wurde die Schule Am Roten Berg Hasbergen aus Niedersachsen.