Abitur 2026 an der Jakob-Grimm-Schule: herausragende Leistungen und zahlreiche Auszeichnungen
Die feierliche Entlassung unserer diesjährigen Abiturientia im Durstewitz-Saal des Herz- und Kreislaufzentrums vollzog sich in Gegenwart von Angehörigen und Freunden sowie zahlreicher Vertreter der Schulgemeinde, der Stadt und des Kreises. Das Moderatorenpaar Sargun Bath und Quentin Penner führte durch die Veranstaltung, während die Schülerin Julia Loll-McKeever aus der Jahrgangsstufe 12 (Jazzgesang) und der ehemalige Schüler Noah Schaub (Gitarre) sowie der Abiturient Paul Stabel (Klavier) auf beachtlichem Niveau für die musikalische Umrahmung sorgten.
In seiner Begrüßungsansprache nahm unser Oberstufenleiter Marc Heinzerling Bezug auf den Extremsportler Arda Saatçi, der kürzlich mit seinem 600-km-Lauf durch das Death Valley nach Los Angeles in den sozialen Medien v.a. bei Jugendlichen Aufsehen erregte. So wie Arda Saatçis langer Lauf, an dessen Ende ihn als erstes seine Mutter in die Arme nahm, habe der Weg zum Abitur verschiedener Unterstützer und Begleiter bedurft, darunter Eltern, Lehrer und Tutoren. Was man nach einem solch langen Projekt dann mache? – Das nächste Projekt in Angriff nehmen, so Heinzerling mit Augenzwinkern.
Unsere Schulleiterin, Frau Amlung, nahm in ihrer Ansprache zunächst Bezug auf das Oktoberfest-Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs. Nicht nur in Anbetracht hervorragender Leistungen sei nun eine Zeit zum Feiern gekommen. Dazu hätten sowohl die Abiturienten als auch auch deren Eltern und Großeltern allen Grund. Frau Amlung lobte aber auch den Einsatz ihrer Lehrerkollegen, die in der Zeit der Abiturprüfungen, besonders an den Feier- und Brückentagen, „Korrekturen im Akkord“ abzuleisten und neben ihrem gleichzeitigen Regelunterricht die zahlreichen mündlichen Prüfungen vorzubereiten und durchzuführen hatten. In Anspielung auf das „Maß“ Bier des Oktoberfestes brachte sie unsere neuen Abiturientinnen und Abiturienten noch einmal ins Nachdenken: „Nicht alles ist messbar, und nicht alles, was messbar ist, zählt etwas.“ Kreativität, soziale Verantwortung und Mut ließen sich nicht in schulischen Noten ausdrücken.
Landrat Torsten Warnecke knüpfte bei seinen Glückwünschen an das Thema des „Maßhaltens“ an. Die nach dem Abitur nun anbrechende Freiheit gelte es zu nutzen. Aber auch die Grenzen des Erreichbaren zu erkennen, könne eine wichtige Erfahrung sein. Bürgermeister Marcus Weber bekräftigte: Freiheit sei ein großes Gut, und es sei legitim, diese auf unterschiedlichste Weise individuell zu nutzen. Wohin das Leben die jungen Menschen auch führe, die Stadt Rotenburg freue sich über jeden, der den Weg nach Rotenburg zurückfindet.
Unsere Schülerschaft wurde vom Schülersprecher Iskan Kaval (Stufe 11) vertreten, der sich bei seinen ehemaligen Mitstreitern dafür bedankte, dass sie auch während ihrer Abiturvorbereitungen die Schülervertretung bei der Organisation der zahlreichen Ereignisse des zurückliegenden Schuljahres unterstützt hatten. Der scheidende Abiturjahrgang wurde seinerseits von der Abiturientin Nikoleta Badia vertreten. In ihrer sehr persönlichen Rede stellte sie die Frage, was man mit dem Abitur eigentlich „geschafft“ habe und bekundete ihre Dankbarkeit für die Tatsache, dass man neben Bildung auch Freundschaften geknüpft und seitens der Schule viel menschliche Unterstützung erfahren habe.
Für die Lehrer des Abiturjahrgangs verband der stellvertretende Schulleiter, Herr Dr. Roland Kaplonek, seine vielbeachteten Abschiedsworte mit seinem anstehenden persönlichen Abschied von der Jakob-Grimm-Schule und somit auch von dem letzten Abiturjahrgang, deren Schullaufbahn er von Beginn an an dieser Schule begleitet hat. Dort hätten die scheidenden Abiturienten Wurzeln geschlagen und Flügel bekommen, und er beneide sie nun um ihre Aufbruchsperspektive: „Nie wieder ist die Welt so groß für Euch.“ In seiner facettenreichen, gleichermaßen unterhaltsamen wie nachdenklich stimmenden Rede spannte Herr Dr. Kaplonek den Bogen von den individuellen Lebensentscheidungen der Abiturientinnen und Abiturienten zu den globalen Herausforderungen der Zukunft, die er zum Teil sehr eindrücklich mit fachwissenschaftlichen Bezügen zum vorausgegangenen Chemieunterricht seines Leistungskurses versah. Folgerichtig war das, was er am Ende seinen jungen Zuhörern mit auf den Weg gab, Zuspruch und Auftrag zugleich: „Wir haben nur Euch, um diese Aufgaben zu lösen!“
Bei der feierlichen Entlassung wurden nicht nur die Zeugnisse überreicht, sondern auch zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten für besondere Leistungen und besonderes Engagement ausgezeichnet. Die besten Abiturergebnisse des Jahrgangs erzielten Sargun Bath und Franziska Hikade, die beide mit der Traumnote 1,0 abschlossen. Für ihre herausragenden schulischen Leistungen wurden beide zudem für die Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen. Besondere Erfolge gab es auch im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Den Mathematik-Preis erhielten Sargun Bath, Franziska Hikade, Noah Kesten und Emilia Teichmöller für ihre überdurchschnittlichen Leistungen im Fach Mathematik. Der Physikpreis wurde an Quentin Penner verliehen. Auch in den gesellschaftswissenschaftlichen und sprachlichen Fächern wurden besondere Leistungen gewürdigt. Der von der Sparkasse gestiftete Preis für hervorragende Leistungen im Fach Geschichte ging an Hendrik Möller. Über den Preis des VR-Bankvereins für besondere Leistungen im Fach Deutsch durfte sich Maja Apel freuen. Im Bereich der Fremdsprachen zeichnete der Förderverein Paul Stabel und Nicoleta Badia für ihre hervorragenden Leistungen im Fach Französisch aus. Für ihr Engagement im Schulsanitätsdienst wurden zudem Nicoleta Badia und Henrik Möller geehrt. Eine weitere besondere Auszeichnung erhielt Sarah Gabriel vom Landrat für ihre beachtlichen Leistungen im Fach Englisch. Die Ehrungen verdeutlichen die große Bandbreite an Talenten und Engagement innerhalb des Abiturjahrgangs 2026. Neben exzellenten schulischen Leistungen und besonderen fachlichen Begabungen wurden hiermit auch Verantwortungsbewusstsein und Einsatz für die Schulgemeinschaft gewürdigt. Die Jakob-Grimm-Schule gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zum bestandenen Abitur und wünscht ihnen für ihren weiteren Lebensweg viel Erfolg!
Thomas Nold
Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit