Polenaustausch 2026
Für viele Schülerinnen und Schüler der Jakob-Grimm-Schule ist er ein echtes Highlight: der deutsch-polnische Austausch mit dem Liceum L VII in Stettin. Im Dezember 2025 durften
wir unsere polnischen Gäste bei uns in Rotenburg begrüßen, und vom 8. bis zum 13. März 2026 fand der Gegenbesuch in Polen statt. Doch wie läuft so ein Austausch eigentlich ab?
Und lohnt es sich, teilzunehmen? Darüber sprechen wir mit Joulina (Klasse 10), die gerade am Austausch teilgenommen hat, und Tom (Klasse 9), der überlegt, nächstes Jahr mitzufahren.
Tom: Hey Joulina, du bist ja gerade erst aus Polen zurück. Wie war der Austausch insgesamt?
Joulina: Mega gut! Es war wirklich eine richtig besondere Erfahrung. Man lernt nicht nur ein anderes Land kennen, sondern lebt auch direkt bei einer Gastfamilie. Das macht alles viel
intensiver und persönlicher.
Tom: Wohnt man die ganze Zeit bei der Austauschfamilie?
Joulina : Nicht ganz. Etwa die Hälfte der Zeit schon, aber es gibt auch gemeinsame Programmpunkte. In Deutschland waren wir zum Beispiel zusammen in Hannover
unterwegs. Und in Polen haben wir zwei Nächte in Swinemünde in einem Hotel verbracht.
Das war richtig cool, weil wir da alle zusammen waren.
Tom: Das klingt nach einer guten Mischung. Was habt ihr denn inhaltlich gemacht?
Joulina: Wir arbeiten jedes Jahr an einem gemeinsamen Projekt. Dieses Mal ging es um Humor. Im Dezember haben wir uns mit weihnachtlichen Traditionen in Deutschland
beschäftigt, und in Polen standen dann Osterscherze im Mittelpunkt. Tom: Habt ihr auch etwas über polnische Traditionen gelernt?
Joulina: Auf jeden Fall! Zum Beispiel über „Śmigus-Dyngus“ am Ostermontag. Da bespritzen sich alle mit Wasser – das ist echt lustig. Man kann sich vorstellen, wie das
abgeht!
Tom: Klingt wild! Gab es auch besondere Aktivitäten?
Joulina: Ja, richtig viele. In Polen hatten wir tolle Workshops. In einer Konditorei haben wir zum Beispiel essbare Osterhasenhäuschen gebaut und mit buntem Zuckerguss dekoriert.
Und in Swinemünde gab es einen Workshop zum Thema Bernstein. Wir haben gelernt, wie man Bernstein erkennt und sogar Schmuck daraus machen kann.
Tom: Das ist ja richtig vielseitig. Und wie waren die Leute dort?
Joulina: Super entspannt! Die Jugendlichen in Stettin sind eigentlich gar nicht so anders als wir – modern, offen und total herzlich. Man kommt schnell ins Gespräch.
Tom: Aber wie habt ihr euch verständigt, wenn ihr kein Polnisch könnt?
Joulina: Meistens auf Englisch. Das klappt ziemlich gut. Polnisch ist nämlich echt schwer, aber ein paar Wörter habe ich trotzdem gelernt!
Tom: Und wie ist die Schule dort so?
Joulina: Sehr spannend. Das Liceum hat besondere Profile, zum Beispiel Militärklassen. Die tragen Uniform, stellen sich vor dem Unterricht auf und zählen durch. Es gibt auch andere
Schwerpunkte wie Polizei. Das ist schon anders als bei uns.
Tom: Und die Lehrer?
Joulina: Die waren richtig cool. Bei uns haben Frau Felmeden und Frau de Jong den Austausch organisiert, und auf polnischer Seite Frau Wasilewska und Frau OpowiczGörrissen. Sie haben uns viel Vertrauen geschenkt und uns Freiraum gegeben – das hat sich echt gut angefühlt.
Tom: Und was kostet das Ganze?
Joulina: Durch die Unterstützung der Sanddorfstiftung ist es ziemlich günstig. Man zahlt ungefähr 150 Euro selbst, was für so eine Reise echt fair ist.
Tom: Würdest du sagen, es lohnt sich?
Joulina: Definitiv! Es ist wie eine kleine Auszeit vom Schulalltag. Man lernt neue Leute kennen, sammelt Erfahrungen und hat einfach eine richtig gute Zeit.
Tom: Okay, ich glaube, ich bin überzeugt. Ich melde mich nächstes Jahr an!
Joulina: Mach das! Du wirst es nicht bereuen.