Berufs- und Studienorientierung

Die Berufs- und Studienorientierung in der Gymnasialen Oberstufe (BOGO)

Intention und Ziel:

Die Jakob-Grimm-Schule ist sich ihrer Verantwortung bewusst, dass es für eine moderne Bildung unerlässlich ist, Abiturienten neben den unterrichtlichen Inhalten sowohl auf die Anforderungen eines Studiums als auch auf die einer betrieblichen Ausbildung und damit auf das Berufsleben allgemein vorzubereiten. Unter diesen Rahmenbedingungen hat die Jakob-Grimm-Schule ein Netz von Kooperationspartnern aufgebaut, das neben verschiedenen regionalen und überregionalen Betrieben auch die Agentur für Arbeit und die Universität Halle umfasst. Damit wird die Jakob-Grimm-Schule den Anforderungen der modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft sich an Bildung und Erziehung anzunähern gerecht. Denn es ist von ausgesprochener Wichtigkeit, wesentliche Qualifikationsmerkmale für die Arbeit im 21. Jahrhundert, wie vor allem die Fähigkeit vernetzt zu denken sowie die Bereitschaft, im Team zu arbeiten, mit allen Mitteln zu fördern. Damit ist es gewährleistet, Schülerinnen und Schülern zu einer besseren Orientierung bezüglich ihrer Berufswünsche zu verhelfen, als dies bisher - im Rahmen des normalen Unterrichts - der Fall sein konnte.

Aus dieser Verpflichtung heraus hat die Jakob-Grimm-Schule das unten erläuterte Programm ins Leben gerufen. Konsequenterweise wurde daher auch die gymnasiale Oberstufe bei der Rezertifizierung der Schule als eine OloV-Schule („Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit“, weiter Informationen unter: www.olov-hessen.de) ausgezeichnet, da sie dem Ziel der OloV-Strategie gerecht wird, „die Qualität der Prozesse im Übergang Schule - Beruf zu sichern und Parallelstrukturen zu vermeiden, so dass Jugendliche den Einstieg in ihre berufliche Zukunft schaffen – ohne unnötige Umwege, Abbrüche und Warteschleifen“.

Umsetzung:

Im zweiten Halbjahr der Einführungsphase suchen sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig Praktikumsplätze, dabei werden sie von den Klassenlehrern und den PoWi-Lehrern begleitet. Darüber hinaus kann auch Herr Schmidt als Job-Coach der Jakob-Grimm-Schule die Schüler bei der Suche unterstützen, da er eine Datenbank aufgebaut hat (und diese auch aktuell pflegt), in der die Praktikumsbetriebe gelistet sind. Die zweiwöchigen Betriebspraktika werden zu Beginn der Jahrgangsstufe Q1/Q2 (immer in den zwei Wochen vor den hessischen Herbstferien) durchgeführt. Sie werden durch Tutoren bzw. Fachlehrer betreut, und es muss ein aussagekräftiger Bericht erstellt werden. Rückmeldungen zu den Praktika seitens der Betriebe und der Schülerinnen und Schüler werden durch Fragebögen eingeholt und ausgewertet. Über den Praktikumsbericht erfolgt auch die Einbindung des Betriebspraktikums in den Unterricht. Dieser wird nicht nur im PoWi-Unterricht vor- und nachbereitet, sondern  er zählt auch als Klausurersatz, um die Belastung für die Schüler zu nicht zu vergrößern.

Weiterhin wird durch den Termin des Praktikums die zeitliche Belastung des Schulalltags minimiert, da zeitgleich die Projektwoche stattfindet. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse der Befragungen deutlich, dass die große Mehrheit der Schüler hinsichtlich ihrer Berufs- und auch Studienorientierung außerordentlich von diesem Praktikum profitiert und auch die beteiligten Betriebe und Institutionen wünschen offensichtlich eine intensive Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft. Falls gewünscht, kann als Ergänzung über das geva-Institut ein Eignungstest durchgeführt werden, der einen guten Überblick über Berufsfelder gibt.

Im zweiten Halbjahr der Jahrgangstufe Q1/Q2 liegt der Schwerpunkt dann auf der Studienorientierung. Dazu ist die Jakob-Grimm-Schule eine Kooperation mit der Universität Halle (www.uni-halle.de) eingegangen und zählt inzwischen zu den Premiumpartnern dieser Institution. Die Studienorientierung beginnt in der Q2 im März mit dem Besuch der Studienbotschafter in Rotenburg. Dazu gibt es eine ganztägige Infoveranstaltung für die Schülerinnen und Schüler, in der sie je nach Interessengebiet verschiedene Studienfelder kennenlernen. Für die Eltern und Erziehungsberechtigten wird eine Abendveranstaltung angeboten, bei der neben Informationen über das Angebot der Universität Halle auch allgemeine Studieninformationen und Informationen zur Studienfinanzierung auf dem Programm stehen. Im Juni erfolgt dann der zwei- bis dreitägige Besuch an der Universität Halle. Hier besteht für die Schüler die Möglichkeit, verschiedene Studienfächer (die entsprechende Abfrage nach Interesse erfolgt im Vorfeld) in der Praxis kennenzulernen. Darüber hinaus gibt es auch ein kulturelles Rahmenprogramm und die Möglichkeit zum direkten Austausch mit den Studenten, die als Studienbotschafter fungieren. Da auch das duale Studium immer größere Bedeutung erlangt, hat die JGS eine Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM, www.thm.de) abgeschlossen, die es neben den Knüpfen von Kontakten den Schülerinnen und Schülern erlaubt, sich im Rahmen des Frühstarterprogramms (www.studiumplus.de) auf eine solche Ausbildung vorzubereiten.

Flankiert werden diese Maßnahmen durch die Möglichkeit der Teilnahme an der berufskundlichen Vortragsreihe der Agentur für Arbeit, die an der Modellschule Obersberg in Bad Hersfeld stattfindet und die Berufsberatungsgepräche der Rotarier an der Jakob-Grimm-Schule selbst. Auch sind weiterführende, fachspezifische Praktika (wie z.B. im Rahmen der Kooperation mit Böhringer Ingelheim) möglich.

Die gesamte Oberstufenzeit wird durch eine Studien- und Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit zentralen Vorträgen und monatlichen Sprechstunden begleitet. Neben den regelmäßigen Sprechstundenangeboten unseres Ansprechpartners bei der BA (Herr Becker) wird in der Einführungsphase mit einer Informations­veranstaltung zum Thema „Erschließen von Informationsquellen bei der Berufsorientierung“ begonnen. Es folgt  zu Beginn der Qualifikationsphase eine Veranstaltung zu dem Thema „Berufliche Wege nach dem Abitur“. Diese ist modular aufgebaut, so dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, je nach Interesse Schwerpunkte zu legen. Themen sind u.a. „Uni/FH im Vergleich“, „Duales Studium“ und verschiedene Berufsfelder (z.B. Wirtschaft, Naturwissenschaften, Medien, ...). Schließlich folgt noch eine Veranstaltung, die Informationen zu den Möglichkeiten der Stellenvermittlung durch die BA, zu den Bewerbungsverfahren der Hochschulen und zu den verschiedenen Überbrückungsmöglichkeiten (z.B. Freiwilliges Soziales Jahr, Auslandsjahr, ...) gibt.

Darüber hinaus spielen auch die Tutorinnen und Tutoren eine zentrale Rolle. Sie koordinieren nicht nur alle angeführten Angebote, sondern sind auch während der gesamten Zeit in der Oberstufe als Berater für ihre Schülerinnen und Schüler tätig. Dabei berücksichtigen sie neben den allgemeinen Themen der Berufs- und Studienorientierung auch fachspezifische Themen, die sich z.B. aus der Wahl der Leistungskurse ergeben haben.

Übersicht:

tl_files/standardtheme/content/bilder/allgemeine_Bilder/Uebersicht_Bogo.jpg

JGS ist Prime-Gymnasium der Universität Halle

Die JGS ist eine von 24 Schulen deutschlandweit, die von der Universität Halle-Wittenberg als Prime-Gymnasium geführt werden.

Dabei verfolgen die JGS und die Universität gemeinsam das Ziel, die Schülerinnen und Schüler für ein Universitätsstudium zu begeistern und auf den Hochschulalltag vorzubereiten. Hierzu veranstalten die JGS gemeinsam mit der halleschen Universität Aktionen zur Studienorientierung, indem einerseits Studienberater in die Schulen kommen und über Studienangebote informieren, anderseits die SchülerInnen der Gymnasialen Oberstufe eine zweitägige Exkursion an die MLU Unternehmen.

1. Link (Prime Gymnasien)

http://www.rektor.uni-halle.de/stabsstelle/projekte/prime-gymnasien/

2. Link (Universitätsseite)

http://www.uni-halle.de