Theaterstück „RembeRING - besser ist, wenn Du nix weisst“

Schauspielerin Liora Hilb an der Jakob-Grimm-Schule

Am 5. März kam die Schauspielerin Liora Hilb an die Jakob-Grimm-Schule, um dort ihr autobiographisches Theaterstück „RembeRING - besser ist, wenn Du nix weisst“ vor Schülerinnen und Schülern der 10. und 11. Jahrgangsstufe vorzuführen. Es ist ein Theaterstück über Antisemitismus damals und heute. Wie kann man sich an etwas erinnern, das man selbst nicht erlebt hat? Und was versteht man unter der vielbeschworenen „Erinnerungskultur“, wenn es doch immer weniger Zeitzeugen gibt, die Auskunft über die Unmenschlichkeit der Shoah geben könnten? Liora Hilb, Schauspielerin, Theatermacherin und Autorin des Frankfurter Theaters La Senty Menti, wählt mit remembeRing einen ganz eigenen Weg. Sie erzählt die Geschichte ihrer Familie vor, während und nach der Shoah.
Ihre Großmutter Jenny Hilb wurde im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.
Wie erzählt man die Geschichte einer Familie, die vor der Shoah 87 Mitglieder zählte und von denen nur 11 Angehörige die Shoah überlebten? Liora Hilb erzählt in einzelnen Collagen die Geschichte ihrer Großmutter Jenny Hilb, die im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Da ist so ein wunderbarer, großer und schöner Brillantring, den die Mutter bei besonderen Anlässen trug – woher kommt er, wem hat er gehört? Die Antworten kommen zögernd und widerwillig. Liora fragt weiter, aber es umgibt sie eine Mauer des Schweigens, des Verschweigens. Im Anschluss an die Aufführung lud Liora Hilb zum Austausch mit den Schülerinnen und Schülern ein, die der Aufführung konzentriert gefolgt waren und sich interessiert zu Wort meldeten. (Weitere Informationen über remembeRING finden Sie unter https://www.remembering-theater.de.)

 

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