Exkursion zur documenta 14

Es ist wirklich ein Phänomen. Alle fünf Jahre mutiert unsere beschauliche nordhessische Stadt Kassel zur schillernden internationalen Kunstmetropole schlechthin. Natürlich wollten wir es uns nicht nehmen lassen mit unseren Schülerinnen und Schülern diese weltweit wichtige Schau zeitgenössischer Kunst  zu besuchen. So fuhren wir Kunstkolleginnen der gymnasialen Oberstufe mit drei Kursen nach Kassel.

Um einen fundierten Einblick in einige der Kunstwerke  zu erhalten, erhielten wir professionelle Unterstützung durch ausgebildete Führerinnen, die uns ausgewählte Werke vor Ort präsentierten und mit den Schülerinnen und Schülern anschaulich besprachen.

Dies geschah in drei unterschiedlichen Gruppen: während Frau Felmeden sich mit ihrer Gruppe in die Neue Galerie begab, blieben Frau Dr. Adam und Frau Rodrigues in der Nähe des Friedrichsplatzes und nahmen sich die Ausstellungen im Museum Fridericianum (RG) und in der Documenta-Halle vor (AM).  

In jeder der drei Gruppen versammelten sich Schülerinnen und Schüler aus den drei Kunst-Grundkursen der Sek II (E-Phase/AM, Q1/RG,Q3/AM), um später ihre Erfahrungen und Eindrücke mit den anderen Kurs-Teilnehmerinnen und –Teilnehmern austauschen zu können und um ins Gespräch über zeitgenössische Kunst zu kommen.

Die Gruppe von Frau Rodrigues erlebte am Standort Fridericianum einen Einblick in die Werke des griechischen Museums für zeitgenössische Kunst. Das Spektrum dieser Ausstellung lässt sich kurz als „Augenfutter“ charakterisieren. Zahlreiche Installationen, Zeichnungen und Gemälde sind optisch ansprechend in den großzügigen Räumlichkeiten des Museums mit einem überzeugenden dramatischen Konzept gestaltet; was durchaus mit dem einen oder anderen Wow-Effekt unsererseits gewürdigt wurde.

Von links nach rechts: Die Lehrerinnen Frau Dr. Adam, Frau Rodrigues und Frau Felmeden

In der altehrwürdigen Neuen Galerie an der schönen Aussicht in Kassel war die Schülergruppe von Frau Felmeden mit Werken und Projekten von mehr als 80 Künstlern konfrontiert. Hauptaugenmerk der Ausstellung lag auf dem Themenschwerpunkt Geschichtsbewusstsein. Auch viele politische Anklänge ließen sich den dort ansässigen Werken entnehmen (Krieg und Kolonialismus beispielsweise).

Ein ganz anderes inhaltliches Konzept erlebte die Gruppe von Frau Dr. Adam. Als weiterer großer Hauptspielort wird man gleich zu Beginn einer Tour mit bunten, kanadischen Masken konfrontiert und man glaubt sich in einem Völkerkundemuseum zu befinden. Auffallend ist, dass fast alle hier vertretenen Künstlerinnen und Künstler sich reflektierend über die Missstände der Welt in ihren Werken äußern: Vertreibung, Unterdrückung, Flucht und Gewalt.

Nach der ca. zweistündigen Führung konnten sich die Schülerinnen und Schüler bei einem Mittagessen und bei einem Rundgang durch die Innenstadt etwas erholen und erfrischen. Nachmittags war glücklicherweise auch der Regen vorbei, der jedem sicher in Erinnerung bleiben wird (so wie doch hoffentlich das eine oder andere spannende, aussagekräftige, provozierende, nichtssagende oder einfach wunderschöne Werk der zeitgenössischen Kunst des 21. Jahrhunderts).

Bis in fünf Jahren, documenta 15…

Sandra Rodrigues

Hier einige Impressionen (Bilder zum Vergrößern bitte anklicken)

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